Auszug aus der Chronik "50 Jahre Turbine Bleiloch"

Entstehung

Am 11.10.1951 wurde von sechs begeisterten Sportfreunden des Pumpspeicherwerkes Bleiloch an das Ministerium des Innern des Landes Thüringen der Antrag gestellt, eine Betriebssportgemeinschaft zu gründen. Diese sechs Sportfreunde waren:

Ernst Schöffler, Otto Neupert, Kurt Männel, Otto Franz, Arno Geiser und Heinz Albrecht.

Die Betriebssportgemeinschaft konnte am 02. September 1952 bereits 28 Mitglieder zählen. Sie teilte sich in drei Sektionen: Segeln, Tischtennis und Kegeln. Am Anfang hatte es die Sportgemeinschaft besonders schwer, denn nach dem Krieg waren fast keine segeltüchtigen Boote mehr vorhanden. Es gab auch keine Kegelbahn, sodass die Sektion Kegeln sich auch nur dem Segelsport widmete.

Ende 1952 wurde der Wunsch geäußert, auch betriebsfremde Sportfreunde in die Sportgemeinschaft aufzunehmen. Dieser Antrag wurde genehmigt, die BSG durfte 20 betriebsfremde Sportfreunde aufnehmen. Dadurch entwickelte sich die Mitgliederzahl wie folgt:

1953: 30 Mitglieder

1954: 35 Mitglieder

1955: 38 Mitglieder.

Ab 1955 konnte dann jeder bisher nicht organisierte Segelsportler der Sportgemeinschaft als vollwertiges Mitglied beitreten. Diese Möglichkeit nutzten viele betriebsfremde Sportfreunde und die Mitgliederzahl stieg ständig an.

1957: 41 Mitglieder

1958: 53 Mitglieder

1959: 67 Mitglieder

1960: 69 Mitglieder

1961: 97 Mitglieder

1962: 136 Mitglieder

1968: 160 Mitglieder

1981: 260 Mitglieder.

So entwickelten sich die Mitgliederzahlen jährlich bis zur Wiedervereinigung steigend. Dann jedoch wanderten die ersten Sportfreunde wegen Arbeit oder Studium in andere Bundesländer ab. Durch den Wegfall des Trägerbetriebes Pumpspeicherwerk und der Notwendigkeit, alle Mittel des Clubs selbst aufzubringen, wurde die finanzielle Belastung für Mitgliederehepaare recht hoch und viele Ehefrauen traten aus dem Club aus. Erst die Überarbeitung der Mitgliedsbeiträge konnte den Mitgliederschwund und damit den Verlust an regionaler Bedeutung als größter Segelclub Thüringens stoppen. Seit den letzten Jahren beläuft sich unsere Mitgliederzahl auf ca. 180 Mitglieder.

Mit der Mitgliederzahl entwickelte sich auch der Bootsbestand in der BSG. 1952 waren ein Jollenkreuzer und zwei Piraten vorhanden. 1953 kamen noch zwei Piraten dazu. 1960 wuchs der Bootsbestand auf 21 Segelboote, 2 Eissegler und einige Motorboote. Durch die Anschaffung von einem Piraten, 2 Cadets und 7 Optimisten wurde der Bootsbestand 1965 weiter erhöht. 1970 wechselten viele Segler ihre Bootsklassen vom Piraten auf den 420er. Deswegen wurden zunächst zwei 420er angeschafft. Von da an stieg der Bootsbestand rasch an. Viele Segler erwarben eigene Yoxis, XYs oder 420er. Dadurch wurden diese Klassen um viele Boote reicher. 1986 zählten wir außer unseren 26 vereinseigenen Booten noch 96 Privatboote. Aus diesen Zahlen ergaben sich zum Beispiel für die DDR-Meisterschaften 1987 folgende Kontingente:

Yoxi: 6 Boote

XY: 2 Boote

420er männlich: 6 Boote

420er weiblich: 2 Boote.

Diese Entwicklung des Bootsbestandes lief bis 1990 positiv weiter. Zwar wurden in den achtziger Jahren alle Cadets verkauft und verschrottet, aber es hatten sich ja andere Bootsklassen gut entwickelt und der Cadet hatte zur Entwicklung der Segelfähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen erfolgreich beigetragen. Ab 1990 änderte sich die Situation schlagartig. Unser stolzer Bestand an vereinseigenen Booten, sehr schwer gebaut, war von heute auf morgen für regionale Regatten nur noch bedingt zu segeln. Eine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften oder ähnlichen Ranglistenregatten bedeutete von vornherein nur noch ein Dabeisein, keinesfalls eine Siegchance. So hieß es also sparen und ein clubeigenes, nach neusten Bau- und Vermessungsvorschriften taugliches Boot anschaffen. 1998 konnte mit Fördermitteln des Landessportbundes der erste neue Opti zu Wasser gelassen werden. Der zweite große Schritt gelang uns 2000 mit der Anschaffung eines neuen 420er, der den Jugendlichen wieder Anreiz für gute Leistungen geben sollte. Die größte Veränderung gab es wohl bei den XY und Yoxi-Booten. Waren diese Klassen einst die stärksten auf dem See, so waren sie ab 1991 nur noch schwach vertreten.

Besonders Sportfreunde der mittleren Jahrgänge stiegen um auf Kajütboote. So tauchte im Frühjahr 1991 das erste 6m-Boot mit Seereling am Stausee auf. Nun war es möglich, Bootsklassen zu segeln, die man bis dahin nur aus den Medien kannte. Hinzu kam eine Reihe anderer Bootsklassen, sodass die Notwendigkeit der offenen Klasse bei Regatten immer dringlicher wurde, Heute gehört diese Klasse in jede Ausschreibung, da für einzelne Boote oft die entsprechende Konkurrenz fehlt. Gegenwärtig haben wir 72 Sommerliegeplätze für Privatboote und 28 Bretter bzw. Faltboote. Hinzu kommen die Liegeplätze für vereinseigene Boote.

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Sportliche Erfolge

1953 wurden die ersten Regatten auf dem Stausee durchgeführt. Zu den deutschen Meisterschaften auf dem Müggelsee starteten ein Pirat und eine O-Jolle unserer BSG.

1954-1960 wurden jährlich 8-10 Regatten auf dem Bleilochstausee ausgetragen.

1961 starteten die ersten Segler unserer BSG in Berlin bei fremden Sportgemeinschaften. Bei einer Regatta bei der BSG Rotation belegte unsere Piraten-Mannschaft Manfred Wöhrle/Hartmut Wöhrle den 1. Platz. Mit der BSG Motor Wildau wurde eine Freundschaftsregatta durchgeführt. Zur Zeuthener Segelwoche waren wir bei der BSG Motor Wildau zu Gast.

1962 nahmen Segler der BSG an folgenden Regatten teil: Zeuthener Segelwoche, Ostseewoche, Segelwoche Plau/Mecklenburg, Scharmützelseewoche und DDR-Meisterschaften. Bei diesen Regatten belegten wir gute vordere Plätze. Die Jugendmannschaft Günter Pöhlmann / Peter Truhm belegte sogar den 2. Platz.

1963-1966 wuchs die Zahl der Wettkämpfer an den Regatten auf unserem Revier immer mehr. Außerdem wurden viele Segler der BSG zu den DDR-Meisterschaften und zur Zeuthener Segelwoche der BSG Motor Wildau delegiert. Mit der BSG Motor Wildau hatte sich in den letzten Jahren ein besonders gutes Freundschaftsverhältnis entwickelt.

Bei der 1. Kinder- und Jugendspartakiade konnte unsere Mädchen-Mannschaft Ch. Männel / Ch. Neupert den 3. Platz erringen und die Bronzemedaille mit nach Hause bringen. 

1967-1970 wurden die Regatten auf dem Bleilochstausee immer größer. Zum Blauen Band der Bleilochtalsperre 1969 waren 105 Boote aus 14 Sportgemeinschaften am Start. Alle anderen Regatten wiesen die gleiche Tendenz auf. Der größte Erfolg war das Spartakiadegold unserer Mädchen G. Seidel / P. Geißler bei der Kinder- und Jugendspartakiade 1968 in Berlin. Dieser Erfolgskurs wurde 1969 fortgesetzt. Unsere Mannschaft P. Geißler / Ch. Wenzel errang bei der Kinder- und Jugendspartakiade wieder die Goldmedaille. Der 4. und 5. Platz wurde auch von Mädchen unserer BSG belegt. Unsere Jungen H.-J.Uebel / R. Hohberger belegten in der Klasse Piraten den 5. Platz. Folgende Regatten, bei denen wir gute Erfolge verzeichnen konnten, wurden besucht: Kinder- und Jugendspartakiade 1970, Internationale Ostseewoche, Blaues Band in Pöhl, Blaues Band in Pirk, die Seglermeisterschaften in nationalen Bootsklassen und die Nebelpokal-Regatta auf dem Müggelsee.

1971-1980 starteten immer mehr befreundete Sportgemeinschaften zu Regatten auf unserem Revier. Bei Auswärtsstarts waren wir in diesen Jahren sehr erfolgreich. Bei der Studentenmeisterschaft 1971 in Warnemünde belegte unsere Piratenmannschaft den 3. Platz. Die Piratenmannschaft P. Stephan / B. Hajek erkämpfte sich das Blaue Band von Pirk. Den 2. Platz belegte die Mannschaft P. Truhm / D. Truhm. Bei den 420ern belegte die Mannschaft Wehr / Lautenschläger den 1. Platz und die Mannschaft Witter / Schneider den 2. Platz. Zum Blauen Band der Bleilochtalsperre 1971 waren 120 Boote am Start, 5 davon waren vom befreundeten Jachtclub Marienbad.

Bei folgenden Regatten konnten wir erste Plätze verbuchen: Blaues Band von Pirk, Blaues Band von Pöhl, Vogtlandpokal, Expovita-Regatta in Leipzig, Zwetschen-Regatta in Cheb, DDR-Meisterschaften, Großer Preis der GST Kloster und bei Freundschaftsregatten in Marienbad und Cheb. Bei den Studentenmeisterschaften 1975 errang unser Sportfreund W. Merbold jun. den Titel „DDR-Studentenmeister 1975“. Ein großer Erfolg waren der 1., der 2. und der 3. Platz für unsere Segler bei der Expovita-Regatta in Leipzig. Als Auszeichnung für die 1975 im Wettbewerb erzielten Ergebnisse erhielt die BSG Turbine Bleiloch anlässlich der Siegerehrung zu den DDR-Meisterschaften die Urkunde als vorbildliche Sektion vom Bund Deutscher Segler der DDR. Besonders ist hier der 3. Platz unserer Mannschaft Wehr/Stephan bei der DDR-Meisterschaft 1975 hervorzuheben.

1975 wurde auf unserem Revier mit dem Surfen begonnen. Bereits 1976 waren 20 Brettsegler in unserem Verein organisiert.

Bei den DDR-Meisterschaften 1976 belegte unsere Mannschaft Stumpf / Dollinger den 4. Platz. Für die weiteren Jahre ließen sich die Erfolgsmeldungen noch fortsetzen. Wir starteten zu vielen Regatten bei unseren befreundeten Sportgemeinschaften. Die Segler dieser Vereine kamen auch zahlreich zu unseren Wettkämpfen. Außerdem wuchs die Zahl unserer Surffreunde jedes Jahr um das Mehrfache. Bei den DDR-Meisterschaften konnte der Sportfreund Oppel (Männer schwer) den 8. Platz erkämpfen und der Sportfreund Hartmann (Männer leicht) errang den 11. Platz. Am 12.09.1981 fand auf unserem Revier eine Regatta statt, bei der bereits 70 Bretter gezählt werden konnten.

154 Boote waren zum Blauen Band der Bleilochtalsperre 1980 am Start. Die guten Plätze bei den Regatten waren für unsere Segler wieder sehr zahlreich. Zu den DDR-Meisterschaften 1981 erkämpfte sich unsere 420er-Mannschaft E. Peuker / S. Peuker die Silbermedaille. Bei den DDR-Meisterschaften 1984 konnten wir folgende Ergebnisse verbuchen:

Klasse Yoxi:

1. Platz U. Scholz / U. Hemmann

6. Platz Dr. W. Merbold / V. Merbold

10. Platz Wehr / Wehr

Klasse 420er:

2. Platz E. Peuker / S. Peuker

In den achtziger Jahren setzte sich die Erfolgsbilanz unserer Segler fort und wir waren in allen wichtigen Bootsklassen vertreten, besonders erfolgreich waren unsere Finn-Dinghi Segler, wie z.B. Reinhard Feil, Jürgen Grießer und Dieter Fröhlich. Segler wie Dr. Merbold, Uwe Scholz, Olaf Kaiser und Dr. Truhm vertraten unseren Verein bei viele Regatten in der Bootsklasse Yoxi. Leider veränderten sich durch die Wende die Voraussetzungen grundlegend. Das Training für den Nachwuchs konnte nicht mehr regelmäßig durchgeführt werden, die Boote waren nicht mehr konkurrenzfähig und viele Segler hatten durch berufliche und private Veränderungen nicht mehr die nötige Zeit zum Segeln. Das wirkte sich natürlich negativ auf die Ergebnisse bei Regatten, nicht nur auf unserem Revier, aus. Eine Zeit lang schien es, als sei überhaupt kein Nachwuchs mehr für das Segeln zu begeistern. Die Teilnehmerzahlen bei Regatten gingen beachtlich zurück. Glücklicherweise ist diese Tendenz in den letzten Jahren gestoppt worden.

Ein erster Beginn war die Idee von Dr. Reiner Pommer, Trainingslager für 420er in unserem Verein durchzuführen. Somit wurden die Jugendlichen angesprochen und motiviert und erste Erfolge waren schnell zu spüren. Obwohl die Jugendlichen mit den vorhandenen Booten keine vorderen Plätze belegen konnten, wurde ihre Begeisterung für den Segelsport geweckt und das Gefühl der Zusammengehörigkeit gefestigt. Heute sind die Trainingslager ein fester Bestandteil des Sportjahres und erfreuen sich großer Beliebtheit unter den Jugendlichen. Da wir seit Sommer 2000 einen neuen 420er unser Eigen nennen, hoffen wir, dass damit auch der Wunsch der Jugendlichen, wieder um vordere Plätze mitkämpfen zu können, in Erfüllung geht.

Seit einigen Jahren ist es uns auch gelungen, wieder eine Opti-Gruppe in unserem Verein aufzubauen, um Kader für die 420er heranzubilden. Die Trainingslager in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass wir durchaus einige Kinder für den Segelsport motivieren konnten. Obwohl wir auch hier das große Problem der überalterten und viel zu schweren Boote haben, sind wir optimistisch, den richtigen Weg gegangen zu sein. Leicht steigende Teilnehmerzahlen bei unseren vereinseigenen Regatten sind ein Lichtblick.

Der Aufbau

Als 1951 die Betriebssportgemeinschaft Turbine Bleiloch gegründet wurde, war nichts weiter vorhanden als ein leerer Holzschuppen und ein großes unbebautes Gelände.

Zu den ersten drei Booten, die bei der Gründung vorhanden waren, mussten Stege gebaut werden. Ein Start- und Ziel-Prahm wurde gebaut und ein Wettfahrtbüro aufgestellt. In den ersten Jahren dachte man weniger an das Segeln, die Mitglieder leisteten viele Aufbaustunden. Durch den großen Zuwachs betriebsfremder Mitglieder, welche fast alle eigene Boote in die BSG mitbrachten, fiel noch mehr Arbeit an. 1965 konnte man dann durch die unermüdliche Arbeit vieler Mitglieder das neue, massive Bootshaus fertig stellen. Es wurde ein Plan ausgearbeitet, um unseren auswärtigen Mitgliedern eine Unterkunft im Revier zu schaffen. So entstand auf dem BSG-Gelände eine kleine Siedlung mit 17 Bungalows. In den folgenden Jahren kamen 18 weiter Bungalows und Wohnwagen hinzu. Heute gibt es in unserem Verein 49 Bungalows und 21 Reichel-Absetzer.

1970 wurde der Bau einer Aussenbeleuchtung auf der Bootshausstraße abgeschlossen und das Bootshaus wurde innen betoniert. Weiterhin wurden folgende Baumaßnahmen fertig gestellt:

  • Bau eines Klettergerüsts für die kleinsten Segler
  • Bau einer Terrasse am neuen Bootshaus
  • Einrichtung von Schulungsraum und Kantine
  • Innenputz des neuen Bootshauses

1975 konnten zwei Betonslipbahnen, die weit in den Stausee hineinführen, in Betrieb genommen werden. Ein neuer Signalmast wurde aufgestellt. Das Gelände der BSG wurde teilweise umzäunt und der Eingang mit einem Tor versehen, um die Sicherheit im Gelände zu erhöhen. Der ständig steigende Mitgliederbestand machte es notwendig, einen zweiten Stützpunkt der BSG in Kloster aufzubauen. So entstand der BSG-Turbine-Seglerhafen Kloster.

In jedem Jahr wurden mehrere Arbeitseinsätze durchgeführt, an denen sich die Sportfreunde beteiligten. Somit konnte sich der Club im Laufe der Jahre zu einem schönen und ansehnlichen Gelände entwickeln.

1993 wurde der Clubraum durch die Initiative von U. Hoppert und G. Bundesmann umgestaltet.

1994 wurde das Gelände weiter eingefriedet und eine Straßenbeleuchtung wurde installiert.

1996 war das Jahr der großen Anschaffungen. Der Verein erhielt einen WC- und Duschcontainer, da unsere bisherige Toilette nicht mehr nutzbar war und die Notwendigkeit von Duschmöglichkeiten auf dem Gelände, vor allem während der Trainingslager und der großen Regatten, unabdingbar war. Unter der Leitung von H. Neupert und den Hafenmeistern wurde von der Siedlung zu dem neu errichteten Container eine Wasserleitung installiert. Weiterhin wurden eine Tischtennisplatte aus Stein, ein Münzfernsprecher im neuen Bootshaus und der erste neue Steg angeschafft.

1997 hatten wir Niedrigwasser, deshalb wurde die Slipbahn um 26 Meter verlängert, um das reibungslose Transportieren der Segelboote ins Wasser zu ermöglichen.

1998 wurde unter Mithilfe von Fredi Vogler ein zweiter neuer Steg gebaut. Die Terrasse am neuen Bootshaus wurde erneuert und die Bretter am Tor des neuen Bootshauses wurden ausgewechselt. Die Anschaffung vieler neuer Kleingeräte wie Motorsense, Benzinrasenmäher und Hochdruckreiniger erleichtern dem Hafenmeister, aber auch den Teilnehmern an den regelmäßig stattfindenden Arbeitseinsätzen die Arbeit erheblich. G. Bundesmann rüstete das Gelände mit einer neuen Feuerlöschtafel aus und baute neue Schaukästen für vereinsinterne Informationen und Regattaaushänge. 1999 installierte K. Thümmler eine Elektroverteilung für Wohnwagen und Wohnmobile.

Gesellschaftliches Leben

Außer dem Segeln wurden Instandsetzungsarbeiten an den Booten durchgeführt und Aufbaustunden geleistet.

In der BSG ging und geht es noch heute sehr fröhlich zu. Vor jeder größeren Regatta wurde eine gesellschaftliche Veranstaltung mit gemütlichem Beisammensein, Musik und Tanz vorbereitet, so z.B. zum Ansegeln, zum XY-Pokal, zum Thüringen-Pokal, den Bezirksmeisterschaften, der Sommerregatta, dem Blauen Band und zum Absegeln.

Silvester und Fasching wurden viele Jahre lang zünftig gefeiert. Dazu wurde vom Hobby-Kunstmaler Horst Voges, der auch unser langjähriger Urkundenschreiber ist, immer eine wunderbare, zum Thema passende Wanddekoration angefertigt.

War eingangs von drei Sportsektionen innerhalb der BSG gesprochen worden, so konnten sich diese doch nie richtig selbstständig entwickeln. Für die Tischtennisspieler unter den Seglern gab es immer eine Platte zum Spielen, über gute Lockerungsübungen hinaus kam jedoch keiner zu Meisterehren.

Noch schlimmer erging es den Sportfreunden, die sich in die Sektion Kegeln eingeschrieben hatten. Immer war geplant, eine Kegelbahn zu errichten. Mitte der 70er Jahre lag die transportable Kegelbahn schon im Gelände, aber eine schöne lange Fläche wollte sich nicht finden lassen. So wurde die Bahn Anfang der 80er Jahre nach Saalburg weitergegeben. Mehr Glück stellte sich dagegen bei den Aktiven ein, die sich 1957 zur Sektion Touristik und Wintersport zusammenfanden. Die Durchführung der Kreismeisterschaften im weißen Element wurde von der BSG mit Hilfe des PSW organisiert. Für ein halbes Jahrzehnt lief es leidlich, nur unsere beiden Sportfreunde Truhm und Scholz hatten Erfolge zu verzeichnen. Einige Segler wagten auch den Sprung von der Schanze in Kloster, doch unter den oft ungünstigen Schneeverhältnissen schmolz auch diese Sektion wieder dahin. Auch unsere Eissegler kamen nur selten auf ihre Kosten. Oft war der See nicht zugefroren oder es lag zu viel Schnee, dass der Segler auf Kufen nicht von der Stelle kam. So wurde der letzte Eissegler Anfang der 80er Jahre auf dem See gesichtet.

Die Vereinsmitglieder bemühen sich auch heute um ein geselliges Leben im Verein. Die Veranstaltungen zu großen Regatten sind zu einer Tradition geworden und werden von den Verantwortlichen mit viel Sorgfalt vorbereitet. Der Seglerhafen Kloster lädt seit einigen Jahren zu seinem traditionellen Sommerfest ein, das auch dazu dient, die Mitglieder aus beiden Teilen des Sportclubs zusammenzubringen. Für die Kinder und Jugendlichen wird während des Trainingslagers für Unterhaltung und Spass gesorgt. Außerdem treffen wir uns jährlich einmal zu einem geselligen Beisammensein auf dem Dampfer der Schifffahrt und genießen eine lauschige Mondscheinfahrt.

 

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